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Unterstützung für den Apollo

Unterstützung für den ApolloEs war eine Selbstverständlichkeit zahlreiche Apollofalter von Ende Mai bis Ende Juli bei ihren markanten Flügen zu bewundern - diese Zeiten sind vorbei. Verbuschung stillgelegter Weinbergflächen mit Felsbiotopen und überwucherten Trockenmauern, Folge geringeres Futterangebot für Raupen und Falter, der Klimawandel mit Dürreperioden, erhöhter Stickstoff- und Kohlendioxideintrag, nehmen auf Lebensraum und -bedingen des prachtvollen Schmetterlings wesentlichen Einfluss. Fraglich ist auch die Auswirkung von Pestiziden.

Unterstützung für den ApolloUnterstützung für den ApolloMit Glück ist der Apollo in den Sommermonaten zu bewundern am Ausoniusstein und in der Lehmener Würzlay, u.a. im Razejungewingert, der einen günstigen Lebensraum bietet mit angrenzenden Brachen und großflächigen Felsbiotopen. Im Februar wurde von den Razejunge ein Areal von über 2000 m² freigestellt sowie Trockenmauern  mit einer Länge von ca. 300 m. Auf den wieder offenen Trockenmauerkronen gedeiht der Weiße Mauerpfeffer, die einzige Futterpflanze der Raupe des Apollofalters. Hilfreich ist das große Futterangebot in der Flugzeit der Falter in der Anlage der Razejunge. Das sind die blühenden Lavendelterrassen, der mediterrane Kräutergarten und angelegte Rabatten für Flockenblumen auf hochgelegenen Kuhren. Gezielt werden 11 unterschiedliche Futterpflanzen ausgebracht, die mit ihrem Blütenzeitraum von Ende Mai bis Ende September als Nahrungsquelle dienen. Da die typischen Schlupf- und Flugzeiten des Apollos in Zeiten des Klimawandels stark variieren, wird so für ein ausreichendes Futterangebot über einen längeren Zeitraum gesorgt. Seit einigen Jahren werden zusätzlich Raupen des Apollofalters aus einer Erhaltungszucht zur Stärkung der Population ausgesetzt.

Dr. Saftig, Ehrenrazejung im Verein der Lehmer Razejunge, nahm an Aktionen zum Erhalt des Apollofalters teil. Die wichtigsten Maßnahmen sind die Freistellung von Weinbergbrachen, die Vergrößerung des Futterangebots für den Falter durch Ausbringung vorgezogener Nektarpflanzen und das Aussetzen von Raupen aus Erhaltungszuchten in ausgewählten Bereichen.

In der Lehmener Würzlay setzen Mitglieder des Vereins der Razejunge diese Arbeiten um.

 

 

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