Lavendeldestillation 2017

Wieder duftendes Öl gewonnen

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    Lavendelöl auf Destilat

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    Nach der Wasserdampfdestillation: Entsorgung des Lavendels

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    Nach der Wasserdampfdestillation: Entsorgung des Lavendels

Es ist immer wieder ein besonderes Ereignis, wenn nach der Lavendelernte die Destillation von Blüten und Stängel der mediterranen Pflanze erfolgt. Von der dritten Lavendelernte aus dem Razejungewingert in der Lehmener Würzlay wurde in der Brennerei Björn Gabelmann in Moselsürsch wieder Lavendelöl gewonnen.

Nach behutsamer Trocknung der Ernte fand in diesem Jahr die Destillation am 05. August statt. Die Razejunge freuten sich, dass die ortsansässige Brennerei Björn Gabelmann die Destillation wieder ermöglichte. Die Lavendelölgewinnung erfolgte über sorgfältig gesteuerte Wasserdampfdestillation. Es war viel organisatorischer und handwerklicher Aufwand erforderlich und unterbrach schon die Routinearbeit einer Edelbrandbrennerei. Doch es machte allen Beteiligten viel Spaß, wenn dann das duftende Lavendelöl nach dem Destillationsvorgang abgeschöpft werden konnte.

Es ist und bleibt eine Rarität, das Lavendelöl aus dem Razejungewingert. "Die gewonnen Mengen sind überschaubar, jedoch von hervorragende Qualität", führte der zweite Vorsitzende der Lehmer Razejunge, Dieter Möhring, aus. "Wir sind stolz mit unseren gegebenen Mitteln ein solches Naturprodukt gewinnen zu können." Das aufgefangene Öl wird zur Lavendellikörherstellung verwendet. Eine Rarität - Lavendellikör von der Terrassenmosel -. Die attraktiven Likörflaschen mit besonderem Inhalt sind ein nicht alltägliches Geschenk und auch ein beliebtes Andenken an einen erlebnisreichen Besuch im Razejungewingert in der Lehmener Würzlay.

Die alternative Bewirtschaftung stillgelegter ehemaliger Weinbergflächen mit Lavendelpflanzen hat die Verhinderung der Verbuschung nicht mehr bewirtschafteter Weinberge zum Ziel. Nach drei Jahren kann gesagt werden: Dies ist gelungen. Unerwünscht wuchernde Pflanzen werden von den Lavendelstauden unterdrückt und gleichzeitig wird die Artenvielfalt merklich gefördert. Das aus der Lavendelernte ein betörend duftendes Naturprodukt gewonnen und anschließend zu einer regionalen Besonderheit verarbeitet werden kann, ist ein toller Erfolg.


Lavendelöl aus dem Razejungewingert

August 2015: Erste Lavendelöldestillation an der Untermosel

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Es war schon eine besondere Premiere am 22. August. Von der ersten Lavendelernte aus dem Razejungewingert in der Lehmener Würzlay wurde in der Brennerei Björn Gabelmann das erste Lavendelöl an der Untermosel destilliert.

Die Lehmer Razejunge ernteten in diesem Sommer zum ersten Mal Lavendel in den Steillagen der Lehmener Würzlay im Rahmen ihres Projektes Lavendel- und Naturkräuterfelsterrassen. Ein Anteil der Lavendelernte wurde sorgfältig vorbereitet und am letzten Wochenende von der mit den Razejungen befreundeten Brennerei Björn Gabelmann in Lehmen - Moselsürsch zur Lavendelölgewinnung destilliert.

"Das war ein besonderes Ereignis, dass wir bereits von der ersten kleinen Lavendelernte Lavendelöl aus der Lehmener Würzlay gewinnen konnten, eine spannende Premiere," so der Projektleiter der Razejunge Dieter Möhring. Die Razejunge wählten bewusst die ortsansässige Brennerei Björn Gabelmann für die erste Lavendelölgewinnung aus, nach dem Motto "Produkte aus der Region - verarbeitet in der Region - für die Region".

Björn Gabelmann war von der Idee den Lavendel in seiner Brennerei zu verarbeiten sofort angetan. Wo sonst exzellente Edelbrände aus heimischen Obst hergestellt werden, wurde mit Spannung das erste Lavendelöl aus dem Razejungewingert destilliert. Bei der Wasserdampfdestillation werden die Lavendelblüten und -blütenstengel in einem Kessel gefüllt. Anschließend wird der Füllung Wasserdampf mit hohem Druck zugeführt. Hierdurch löst sich das Öl aus Blüten und -stengeln. In einem Kühlsystem kondensiert das Wasser- Ölgemisch. Durch anschließende Abkühlung trennt sich das Lavendelöl vom Wasser in einem Edelstahlgefäß. Da das Öl an der Oberfläche schwimmt kann es später abgeschöpft werden.

Das gewonnene Öl ist von der Farbe gelblich / grüngelblich. Mit viel Akribie hatte Björn Gabelmann alles für den nicht alltäglichen Produktions-vorgang vorbereitet und am letzten Samstag duftete die Brennerei angenehm nach Mosellavendel. Oberrazejung Ralf Menden, Willi Unschuld und Dieter Möhring legten bei der Vorbereitung, Beschickung der Anlage und natürlich beim späteren Säubern mit Hand an. Mit Spannung wurde das erste aus der Anlage austretende Destillat im Edelstahl-behälter betrachtet.

Alle Beteiligten waren überrascht wie viel konzentriertes Lavendelöl von der bisher überschaubaren Erntemengenanteil gewonnen werden konnte. "Es war auch für mich etwas Besonderes. Ich freue mich schon auf das zweite Erntejahr, wenn der Pflanzenertrag naturgemäß höher ausfällt und wir mehr destillieren können und das nicht nur wegen dem tollen Lavendelduft in meinem Hof", führte Björn Gabelmann schmunzelnd aus. "Die gemachten Erfahrungen bei Ernte, Auf- und Vorbereitung zur Destillation und bei der eigentlichen Destillation werden natürlich aufgegriffen und verwertet und es wird ein stetiger Verbesserungsprozess" so Razejung Willi Unschuld. Der Vorstand der Razejunge und Björn Gabelmann haben sich bereits eine besondere Überraschung ausgedacht was sie zusammen aus dem ersten Lavendelöl des Razejungewingerts machen wollen. Kurz vor Weihnachten soll es so weit sein - es wird bestimmt eine interessante Delikatesse, soviel sei schon mal verraten.

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