Das Kelterdenkmal am Klosterberg

Razejungen übernehmen die Patenschaft

2013 jährte sich die Übernahme der Patenschaft für das Kelterdenkmal am Klosterberg durch die Razejungen zum 15. Mal. Um dieses kleine Jubiläum zu feiern, wurde am 11.01.2013 dazu eine Tafel am Dach des Denkmals befestigt.

Bei dieser Kelter handelt es sich um eine hydraulische Presse mit Unterdrucksystem (Unterdruckpresse). Im Oberteil befindet sich das Joch, das durch 2 Eisensäulen mit dem Unterteil verbunden ist als Gegendruckplatte (Pressplatte). Diese wird von unten durch Hydraulik nach oben gedrückt, weshalb die Presse zum Teil in den Boden versenkt werden musste. Der Hydraulikbehälter befand sich neben der Presse. Zur Arbeitserleichterung beim Zerkleinern des Maischekuchens konnte der Korb zur Seite gedreht werden. Das Baujahr wird in die 1950er Jahre geschätzt.
 
Der Hersteller dieser Kelter war die Maschinenbaufirma Merrem & Knötgen mit Sitz in Wittlich. Sie wurde 1897/98 gegründet und stellte hauptsächlich Traubenkeltern her, die auch wegen ihrer hohen Qualität ins Ausland verkauft wurden. Der Betrieb bestand bis in die 1970er Jahre.

  • Kelterdenkmal
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Auf Initiative von Winzer und Razejung Hermann Müller wurde die Kelter im Jahre 1997 - 98 von den Lehmer Razejungen komplett restauriert. Zusätzlich wurde eine Überdachung errichtet. Die Materialkosten übernahmen die Lehmener Winzer.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Handwerker Heinz Naunheim für Holzarbeiten und "Hanni" Sesterhenn für die Schieferdacheindeckung konnte das Vorhaben zu aller Zufriedenheit abgeschlossen werden. Die Kelter gibt einen kleinen Einblick in das vergangene Jahrhundert, in dem das Keltern - obwohl bereits mit Hydraulik unterstützt - noch immer mit einen hohen Aufwand verbunden war.

Die Lehmer Razejungen haben sich für die Pflege der Anlage bereit erklärt.


Oktober 2019: Ehrenamtliches Bürgerprojekt der Lehmer Razejunge

- "Eingang Klosterberg" -

KlosterbergDie Lehmer Razejunge pflegen seit Jahren ehrenamtlich die "Klosterbergkelter" und das angrenzende Umfeld. Sie möchten den Eingang zur Weinberglage "Klosterberg" ökologisch sowie optisch aufwerten, die Artenvielfalt fördern und gleichzeitig einen attraktiven Kommunikationspunkt schaffen.

Daher wurde das Projekt "Eingang Klosterberg" wurde von den Razejunge ausgearbeitet und bei der LAG Mosel (Lokale Aktionsgruppe Mosel) eingereicht. Nach Bewertung wurde das Projekt der Razejunge von der LAG Mosel im Rahmen der Förderung ehrenamtlicher Bürgerprojekte durch LEADER mit 1.700,- € gefördert.

Die Vereinsmitglieder führen in Eigenregie die Projektarbeiten durch. Unser neuer Bürgermeister Arnold Waschgler verschaffte sich nun einen Überblick über den Fortgang der Arbeiten beim turnusmäßigen Arbeitstag der Razejunge. Er begrüßte die Maßnahme, zeigte sich erfreut, dass die Gemeinde einen zusätzlichen attraktiven Aufenthaltsort bekommt.

Der Bereich um die eigentliche Kelter wurde mit Bruchsteinelementen versehen. Kleine Bruchsteinmauern dienen als Einfassungen für Pflanzungen mit wärmeliebenden Kräutern. Einsaaten von ausgewählten Blühsaat-Mischungen, speziell im Hangbereich, wurden in den letzten Monaten ausgebracht und haben z.T. unter der Trockenheit gelitten. Sie werden sich erholen und im nächsten Jahr Bienen und Schmetterlingen ein üppiges Nahrungsangebot und gleichzeitig einen optischen Blickfang bieten.

Die triste hohe Stützmauer im Kurvenbereich erhielt speziell gefüllte Gambionen-körbe im oberen Mauerbereich. Sie dienen Reptilien und Insekten als Nisthilfen. Bei Flurbereinigungsmaßnahmen an der Mittelmosel kamen vergleichbare Gambionen-körbe zur Förderung der Fauna erfolgreich zum Einsatz. Es werden noch unter Einbeziehung von Schulkindern einige Nistkästen und -hilfen für Vögel und Bienen bebaut und im nahen Umfeld angebracht.

Der neugestaltete Eingangsbereich soll auch zu einem kleinen Kommunikationspunkt werden, da er dem Neubaugebiet "Am Bergweg" genau gegenüberliegt und fußläufig gut zu erreichen ist. Seniorengerechte Sitzgelegenheiten werden z.Z. gefertigt und noch aufgestellt. Für Erholungssuchende wird der neugestaltete Bereich attraktiver werden und zum Verweilen einladen.

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