Gemeinsames Schneiden der Reben im Razejungewingert

Grundschulaktion in der Lehmener Würzlay

  • Kinder schneiden Reben März 2018

    Die Grundschüler Jan, Julian, Miro und Drystan (von links) und Razejung Willi Unschuld beim Schneiden der Reben an der Drahtanlage.

  • Kinder schneiden Reben März 2018

    Das 3. und 4. Schuljahr der Grundschule Lehmen mit den Razejunge und Schulleiter Marco Britz (links) nach getaner Arbeit.

  • Kinder schneiden Reben März 2018

    Eine kleine Rast muss sein.

  • Kinder schneiden Reben März 2018

    Die Arbeit im Wingert vereint Generationen.

  • Kinder schneiden Reben März 2018

    Die Arbeit im Wingert vereint Generationen.

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Die Lehmener Schülerinnen und Schüler der Sankt Georg Grundschule trafen sich am 13. März mit den Senioren der Razejunge zum Schneiden der Reben in der Lehmener Würzlay. Das Projekt "Rund ums Jahr im Weinberg" ist ein wesentlicher Kernpunkt der Kooperation Lehmer Razejunge mit der örtlichen Grundschule - ein Stück Generationen-vertrag zwischen Jung und Alt.

Seit nunmehr 9 Jahren betreuen die Razejunge die Grundschülerinnen und -schüler bei der praktischen Arbeit im Weinberg. Die Besonderheiten unserer einzigartigen Kulturlandschaft der Terrassenmosel mit ihrer artenreichen Flora und Fauna sollen den Kindern und Jugendlichen nahegebracht werden. Unkompliziert werden sie bei unseren gemeinsamen Aktionstagen herangeführt, Verant-wortung für Natur und Umwelt zu übernehmen. Gleichzeitig soll das Wissen um die Vergangenheit unserer Region mit ihrer sich stark veränderten Arbeitswelt der jungen Generation vermittelt werden, führte der zweite Vorsitzende der Lehmer Razejunge Dieter Möhring zu den Hintergründen der Grundschulkooperation aus.

Als Auftakt des diesjährigen Wingertsjahres stand das „Schneiden der Reben" im Razejungeweinberg an. Das fachgerechte Schneiden der Triebe erfordert Erfahrung und einiges handwerkliches Geschick. Da die Erfahrung des Schneidens bei den Grund-schülerinnen und -schülern naturgemäß noch nicht so ausgeprägt sein konnte, standen acht Senioren der Lehmer Razejungen den 18 Mädchen und Jungen des 3. und 4. Schuljahrs der Sankt Georg Grundschule mit ihrem Schulleiter Marco Britz zur Seite. Bei der diesjährigen Wingertsaktion waren die Razejungen vertreten durch Gerd Ackermann, Manfred Becker, Hans Georg Schmidt, Willi Unschuld, Hermann Waldecker, Toni Remy, Fritz Knaudt, und Dieter Möhring.

Die Hälfte der Razejungesenioren konnten ihre Enkelin bzw. ihren Enkel beim Unterricht im Weinberg begrüßen. Willi Unschuld führte zu Beginn der praktischen Arbeiten eine sachkundige Unterweisung des Schneidens durch. Kleine Gruppen wurden gebildet und dann ging es los. Der Umgang mit der Rebenschere sieht zwar einfach aus, bedarf aber einer gewissen Geschicklichkeit. Auch der fachkundige Blick, welche Rebenruten abzuschneiden sind und welche im laufenden Jahr die Trauben tragen sollen, muss geschult werden. Alle Schülerinnen und Schüler durften sich natürlich selbst an den Rebstöcken erproben. Sie waren eifrig bei der Sache, hatten viel Spaß und sparten auch nicht mit interessanten Fragen. Sie wollten schon genau wissen wie das „Handwerk“ richtig geht. Die Schülerinnen und -schüler zeigten, dass sie eine rasche Auffassungsgabe haben. Die Anweisungen wurden geschickt umgesetzt, Kniffs und Tipps der betreuenden Razejungen wurden schnell aufgenommen und das Schneiden ging zügig voran. Dieses Jahr wurden neben den Reben mit Einzelstockerziehung auch die Reben der zusätzlich gepachteten Drahterziehungsanlage geschnitten.

Die Schülerinnen und Schüler waren den ganzen Vormittag intensiv im Einsatz. Dieter Möhring erklärte ihnen zum Abschluss der Unterrichtsstunden im Weinberg dann noch das "Stickbeil" und dessen Funktion. Auch die typischen Tiere im Weinberg, die auf Grund der Witterung noch nicht zu sehen waren, wurden auf Schautafeln gezeigt und deren Lebensweise erläutert. Zum Abschluss gab es dann noch roten und weißen Traubensaft zur Stärkung. Mit Freude und großem Interesse schauen die Grundschülerinnen und -schüler schon den nächsten praktischen Arbeitstagen im Razejungewingert in der Lehmener Würzlay entgegen.


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