Winterarbeit im Weinberg zur Förderung der Artenvielfalt

Die Lehmer Razejunge führen wie in den Vorjahren in der vegetationsarmen Zeit gezielt Maßnahmen auf den Weinbergflächen in der Lehmener Würzlay durch. Entbuschung und Offenhaltung auf zum Teil brachgefallenen Rebflächen stehen auf dem Programm. Trockenmauerbereiche mit Bruchsteintreppen und Steillagenterrassen werden von Gestrüpp, Büchen und Dornenbewuchs befreit.

Entbuschung: VORHER

Entbuschung: NACHHER

Bruchsteintreppe

Wildschaden durch Wildschweine wird reduziert, da z.T. Unterschlupfmöglichkeiten verringert werden. Kleinbiotope werden erhalten und gefördert. Wärmeliebenden Pflanzen und Tieren werden die charakteristischen Lebensräume gesichert. Für die typische Weinbergflora und -fauna sind diese Maßnahmen essentiell.

Totholzbereiche für Käfer und Wildbienen werden angelegt sowie Steinhaufen in Randbereichen von Weinbergterrassen und Pfaden geschaffen, um Reptilien wie Mauereidechsen und Schlingnattern Lebens- und Schutzräume zu sichern.

Auf den freigelegten Mauerkronen und in den Bruchsteinspalten der Trockenmauern entfaltet sich im Frühjahr schnell der Weiße Mauerpfeffer, die Futterpflanze für die Raupe des Apollofalters. Blauer Natternkopf, Wilder Dost, Knoblauchrauke und Königskerze besiedeln in den kommenden Monaten die freien Flächen. Es dauert auch nicht lange bis sich der Römische Schildampfer und Malvenarten auf den ehemaligen Rebflächen angesiedelt haben. Zwischen den vielen Pflanzen und Insektenlarven bestehen enge Nahrungsbeziehungen. Die Raupe des Schwalbenschwanzfalters ernährt sich von Doldenblütlern und die Zaunrüben-Sandbienen sammeln für die Nachkommen überlebenswichtigen Pollen an den Blüten der Zaunrübe. Die Maßnahmen in den Wintermonaten tragen zur Förderung und zum Erhalt der einzigartigen Flora und Fauna der Kulturlandschaft der Terrassenmosel bei.


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