Mauern und Treppen freigestellt

Maßnahmen zum Erhalt des Apollofalters

Wie in den vergangenen Jahren haben Mitglieder des Vereins der Lehmer Razejunge in der vegetationsarmen Zeit wieder verschiedene Aktionen durchgeführt, um den Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Apollofalters zu fördern. Dazu gehörten umfangreiche Freistellungs- und Entbuschungsmaßnahmen auf nicht mehr bewirtschafteten Weinbergflächen in der Lehmener Würzlay. Der Apollofalter besiedelt bevorzugt Flächen mit offenen Felsbereichen und Trockenmauern. Hier wächst die Weiße Fetthenne (Weißer Mauerpfeffer), die Futterpflanze der Raupe des Roten Apollos und nur hiervon ernährt sich die Raupe.

Daher wurden mehrere hundert Meter Trockenmauern mit ihren Bruchsteintreppen wieder freigestellt. Gleichzeitig wurden auch erforderliche Reparaturen durchgeführt. Das Gestrüpp wurde z.T. vor Ort verbrannt. Abgesägtes Gehölz wurde zu Todholzhaufen aufgeschichtet und dient Käfern und Reptilien als Unterschlupf und Lebensraum. Wird der Mauerpfeffer in seinem Wuchs behindert, wie durch das Überwuchern von Gestrüpp und Rankgewächsen, verliert die Raupe des Apollofalters ihre Nahrungsgrundlage. Die Blüte des Dickblattgewächs dient zur Flugzeit des Falters auch als Nektarquelle. Ansonsten zeigen die Falter des Roten Apollofalters eine Vorliebe für violett farbige Blüten und das muss nicht unbedingt die Skabiosen-Flockenblume sein.

Der Apollo nutzt auch die Blüten von Kratzdistel, Thymian, Lavendel, Acker-Witwenblume, Wildem Majoran und Kathäusernelke. Diese Pflanzen werden auf besonderen Aufzucht-Beeten auf Terrassen des Razejungewingerts gepflegt und auf weiteren Flächen ausgebracht. Die Razejunge leisten durch ihre Maßnahmen einen Beitrag zum Erhalt des vom Aussterben bedrohten Apollofalters, dem Aushängeschild und Werbeträger der Terrassenmosel.

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