• Razejungen-Wingert
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    Der Pfeil makiert die Lage des Razejungen-Wingerts in der Würzlay.

Jeden ersten Donnerstag im Monat treffen sich die Razejungen in ihrem Wingert, um verschiedenste Pflegemaßnahmen durchzuführen.


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    Feinarbeiten an der reparierten Trockenmauer oberhalb des Kräutergartens

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    50 neue Reben wurden an der neuen Drahtanlage gesetzt.

03.06.2017 - Monatlicher Arbeitstag der Razejunge

Der turnusmäßige monatliche Arbeitstag fand im Juni mal an einem Samstag statt, am 03.06. Ein anspruchsvoller Einsatz für alle teilnehmenden Akteure.

50 neue Reben wurden an der neuen Drahtanlage gesetzt. Es galt Pflanzlöcher auszuheben, die jungen Reben zu setzen, an Rankhilfen zu befestigen, Wildverbissschutz anzubringen und die jungen Setzlinge ausreichend zu wässern. Ein anderer Teil der Mannschaft führte die letzten Feinarbeiten an der reparierten Trockenmauer oberhalb des Kräutergartens aus und bauten anschließend das verwendete Baugerüst wieder ab.

Die Razejungen hatten mit Unterstützung von Klaus Werner Kröber aus Winningen die vor einem Jahr eingefallene Mauer in der Vorwoche wieder aufgebaut. Über 9 Tonnen Bruchsteine wurden verbaut, alles in mühevoller Handarbeit. Leider wurden von den im Vorfeld bereitgestellten und zwischengelagerten Bruchsteinen ein Teil von Unbekannten entwendet und mussten daher neu beschafft werden - da hört der Spaß allmählich auf.

Trotz der dadurch erforderlichen Mehrarbeit konnten die Arbeiten im vorgesehenen Terminrahmen durchgeführt werden. Die Helfer konnten auf einen gelungenen Arbeitseinsatz zurückschauen. Nun freuen sie sich bereits auf die große Razejungeweinprobe zur Eröffnung des Lehmener Weinfestes am 24. Juni.


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    Aufbau der neuen Rebendrahtanlage

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    Die jugendlichen Razejunge legten sich mächtig ins Zeug.

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    Die älteren Razejungen standen den jüngeren mit Rat und Tat zur Seite.

04.05.2017 - Monatlicher Arbeitstag der Razejunge

Der turnusmäßige monatliche Arbeitstag fand im Mai am Donnerstag, den 04.05., statt. Um 16:30 Uhr starteten 10 Razejunge mit den geplanten Arbeiten. Es war ein volles Programm und in verschiedenen Gruppen wurden die Maßnahmen konzentriert angegangen. Gestartet wurde mit dem Aufbau der neuen Rebendrahtanlage. Pfähle mussten eingerammt, Erdanker gesetzt, Drähte gezogen und Drahtspanner befestigt werden.

Die jugendlichen Razejunge legten sich dabei mächtig ins Zeug und die älteren standen mit Rat und Tat zur Seite. Die vorbereitenden Arbeiten zur Reparatur der eingestürzten Trockenmauer oberhalb des Kräutergarten koordinierte Razejung Klaus Strick. Loses Mauerwerk wurde abgetragen, und Eisenbefestigungen in den Fels gesetzt. Friedel Weckbecker unterstütze die Razejunge mit dem Einsatz seines Frontladers zum Transport der benötigten Bruchsteine. Eine weitere Maßnahme am Arbeitstag führte Razejung Dieter Möhring durch. Er legte neben den Saatbeeten zur Vermehrung von regionaltypischen Weinbergblumen und -pflanzen noch zusätzliche Totholzbereiche an. Diese tragen zur Förderung der Eidechsenpopulationen bei und unterstützen gleichzeitig die Lebensräume von Hummeln und Wildbienen.

Die Arbeiten gingen schnell von der Hand. Zur Belohnung gab es zum Abschluss einen deftigen Imbiss mit kühle Getränken. Die Helfer konnten auf einen gelungenen Arbeitseinsatz zurückschauen und planten bereits neue Aktivitäten.


05.2017 - Razejunge unterstützen Rebschutz: Traubenwickler-Monitoring im Razejungewingert

  • Rebenschutz

    "Gegürtete" Rebstöcke: Wingertsarbeit ist Herzenssache!

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    Pheromonfallen des DLR (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum) Rheinland-Pfalz

Im Weinberg gilt der Einbindige Traubenwickler ebenso wie der Bekreuzte Traubenwickler zu den Schädlingen im Weinberg. Beide zählen zu der Ordnung der Schmetterlinge. Die Larven beider Wickler (Heuwurm- und Sauerwurm, jeweils erste und zweite Raupengeneration) befallen die Blüten und Trauben und mindern somit den Ertrag. Als Süßwurm wird die nur die dritte Generation des Bekreuzten Traubenwicklers bezeichnet. Er befällt die reifen süßen Beeren. Befallene Trauben sind auch anfälliger für Botrytis cinerea (Grauschimmel).

Der Einbindige Traubenwickler ist in allen deutschen Weinbaugebieten anzutreffen. Der Bekreuzte Traubenwickler, der seine Heimat in Südeuropa hat, ist bedingt durch den Klimawandel immer häufiger in unserer Region anzutreffen. Er ist auch wesentlich aktiver, sprich gefräßiger, und bedarf einer verstärkten Beobachtung.

Um einen Beitrag zum Rebschutz an der Terrassenmosel zu leisten stellten die Razejunge ihren Weinberg zur Verfügung, um hier Pheromonfallen des DLR RLP (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum RLP) zu positionieren. Son kann die Populationsgröße und der Befall ermittelt werden. Eine Pheromanfalle besteht aus einem Kunststoffgehäuse mit einem austauschbaren Leimboden. Unter dem Dach der Falle wird eine Kapsel montiert, in der sich das künstliche hergestellte Sexualpheromon des Traubenwicklerweibchens befindet.

Das Sexualpheromon ist ein artspezifischer Duftstoff, den das Traubenwicklerweibchen abgibt, um das Männchen zur Begattung anzulocken. Es werden nur Männchen der gleichen Art angelockt, daher müssen sowohl für den Einbindigen als auch für den Bekreuzten Traubenwickler jeweils entsprechende Fallen ausgehängt werden.

An der Untermosel sind Stationen in Winningen, Kobern-Gondorf, Lehmen (Lehmener Würzlay) und Hatzenport positioniert. Weinbauingenieur Klaus Schmitt vom DLR, selbst Razejung, betreut verschiedene Stationen an der Terrassenmosel. Die Traubenwickler-Fallenfänge und deren Auswertungen dienen dazu Empfehlungen zur Schädlingsbekämpfung für die Winzer im entsprechenden Gebiet zu geben. Im Internet sind unter DLR-RLP / Fachinformationen / Pflanzenschutz / Weinbau die Traubenwickler-Fallenfänge, Fanggröße und Verlauf der Ergebnisse je nach Fangstation zu ersehen (Link: Warndienst- Weinbau-Traubenwickler). Dabei werden die Ergebnisse auch getrennt nach Einbindigem und Bekreuztem Traubenwickler dargestellt. Die Razejunge freuen sich den Rebschutz an der Terrassenmosel zu unterstützen zu können und hoffen natürlich auf einen guten Ertrag im kommenden Herbst.


02.02.2017 - Rebenwurzeln raus - mit dem "Eisernen Klaus"

Der Erhalt und die Pflege der historischen Weinbaulandschaft "Lehmener Würzlay" liegt den Lehmer Razejunge sehr am Herzen. Dazu gehört auch die Offenhaltung nicht mehr bewirtschafteter Weinbergflächen, alte Rebstöcke roden und ausreißen und wuchernde Dorn- und Schlinggewächse entfernen. Dadurch werden wieder alte Trockenmauern und Felsformationen freigelegt, wärmeliebende Kleinbiotope werden gefördert mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna.

In einer ganztägigen Aktion haben sieben Razejunge Anfang Februar 2017 eine alte, nicht mehr bewirtschaftete Weinbergfläche in der Würzlay gerodet und gesäubert. Zuerst wurden die Dornen und Schlinggewächse entfernt, damit die Akteure an die Rebstöcke kamen. Die Stecken wurden ausgezogen, die alten Reben kniehoch abgesägt und dann kam der "Eiserne Klaus" zum Einsatz, um die Rebenwurzeln aus dem Boden auszureißen. Mit diesem robusten Gerät wurden schon zigtausende von alten Rebstöcken in den Steillagen der Terrassenmosel erfolgreich herausgerissen. Der befreundete Winzer Martin Dötsch aus Kobern stellte auf Anfrage von Razejung Dieter Möhring den "Eisernen Klaus" zur Verfügung. Die Razejunge wollten mit einem bewährten und effektiven Gerät die kräftigen Wurzeln der alten Rebstöcke wirkungsvoll entfernen.

Der "Eiserne Klaus" ist eine Kettenwinde mit einem Dreibeinständer. Ein Ständer (Bein) ist schwenkbar und so konnte die stabile Winde der jeweiligen Hangneigung angepasst werden und ein sicherer Stand war gewährleistet. Die stählerne Kette, geführt von einem profiliertem Kettenrad, wurde an ihrem unterem Ende mit einer Schlaufe um den abgeschnittenen Rebstock gelegt und festgezogen. Zwei Razejunge betätigten dann die beiden kompakten Handkurbeln an den Enden der Kettenwelle und zogen die mächtigen Rebenwurzeln aus dem Boden. Es war eine anstrengende und schweißtreibende Arbeit. Die Mannschaften an der Kettenwinde wurden mehrmals ausgewechselt. Besonders routiniert zeigten sich die Razejunge Hermann Waldecker und Hans-Georg Schmidt.

Über 180 Rebenwurzeln wurden so ausgerissen und anschließend mit dem abgeschnittenem und zusammengeharktem Gestrüpp vor Ort verbrannt. Am Ende des Arbeitstages war die alte Weinbergfläche ordentlich gerodet und gesäubert. Mächtige Felsparteien und kunstvolle Trockenmauern sind nun wieder zu bewundern. Im kommenden Frühjahr werden sich typische Weinbergpflanzen und -blumen ansiedeln sowie Reptilien und farbenfrohe Schmetterlinge.

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Die nächsten Termine

Datum: 9. März 2018
KOCHEN
Zeit: 16:30 Uhr
Ort: Regionale Schule Kobern-Gondorf


Datum: 06. April 2018
WEINSEMINAR
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Probierstube Weingut Matthias Deis, Lehmen


Datum: 27. April 2018
KRÄUTERKÜCHE FÜR FRAUEN
Zeit: 15:00 Uhr
Ort: Würzlaygarten, anschl. Restauration "Erlenbärsch", Lehmen

Aus unserem Shop

Das Razejunge-Kochbuch: Rezept der Woche

Impressionen

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