Licht aus, Spot an!

Was uns die nächsten Jahre erwartet

Mit der Initiative Lebendige Moselweinberge" fördert das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel die Artenvielfalt in den Weinbergen im Anbaugebiet Mosel. Ziel ist die Stärkung der Identifikation der Menschen in der Region mit dem Naturraum und der besonderen Flora und Fauna.

Im Rahmen dieser Initiative werden „Leuchtpunkte der biologischen Vielfalt" ausgewiesen. Diese sind Orte mit einer besonders hohen Dichte an charakteristischen Arten, Populationen und Lebensräumen. Naturerlebnisbegleiter wählen jeweils ein gutes Beispiel anhand festgelegter Kriterien für die Bereiche Ober-, Mittel- und Untermosel aus.

Vor Ort werden die Leuchtpunkte beschildert. Über einen QR-Code gelangt der Besucher zu den Informationen des „Leuchtpunktes". Diese sind als Porträt auf der Internetseite hinterlegt. Die Kurzbeschreibungen der „Leuchtpunkte" umfassen die Rahmendaten zu den Regionen und stellen besondere Charakteristika der Landschaftsräume heraus.

Im Lauf der Jahre entsteht eine Sammlung von fachlich beschriebenen „Leuchtpunkten", welche den besonderen Reichtum charakteristischer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten aufweisen - sie sind unsere Schatzkästen der Weinkulturlandschaft. So vielfältig wie Flora und Fauna sind auch die Besonderheiten der Flusslandschaft als Lebensraum. Deshalb ist es notwendig Schwerpunkte der Betrachtung zu bilden.

 

2017 Stein-Reich

In diesem Jahr lautet der Themenschwerpunkt „stein-reich". Er steht für die Vielfalt der Lebensräume, die Steine formen. Als Leuchtpunkt ausgewählt wurde für den Bereich Obermosel, Saar, Ruwer eine 130 Meter lange Trockenmauer in Wawern (Verbandsgemeinde Konz, Kreis Trier-Saarburg), für den Bereich Mittelmosel der Fährfels in Trittenheim (Verbandsgemeinde Schweich an der römischen Weinstraße, Kreis Trier-Saarburg) und für den Bereich der Terrassenmosel die Steinreiche — auch Steinräusche genannt — bei Mesenich (Verbandsgemeinde Cochem, Kreis Cochem-Zell).

 

2018 Rekord-Verdächtig

Das Moseltal zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Tier- und Pflanzenarten auf engstem Raum aus. Daher steht die Auswahl der Leuchtpunkte in 2018 unter dem Motto „rekord-verdächtig“. Gesucht werden einzigartige Flussabschnitte, die ideale Lebensbedingungen für bedrohte Arten bieten. Das können z.B. Steilhänge, Bruchkanten, Flussauen und Mäander sein. Die Landschafts- und Lebensformen entlang der Mosel sind sehr unterschiedlich. Ihnen gemeinsam ist die Entstehung aus der Symbiose zwischen dem Menschen als Bewirtschafter und Tourist und den Tieren und Pflanzen.

 

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Leuchtpunkte der Artenvielfalt